Fundamentalismus

Um das mal kurz festzuhalten (vorallem damit ich selbst daran denke):

Beim Wort “Fundamentalismus” denkt man oft zu schnell nur an Religionen, oder noch schlimmer: nur eine Einzige. Häufig der Islam (nicht-repräsentative Annahme!).
Die Sache ist nur, Religionen selbst sind nicht zwangsläufig fundamentalistisch. Und es gibt in jeder Religion Fundamentalisten. Diese Vertreter im Islam sind  vom Wortbau leicht zu erkennen: Islamisten.

Im Christentum – beispielsweise – gibt es solche Gruppierungen offensichtlich auch. Aber auf die einzelnen Religionen wollte ich nicht wirklich eingehen.

Egal, wo man Fundamentalismus findet, gefährlich ist er allemal. Egal ob religiös oder nicht. Ohne jemanden verteidigen zu wollen; die Berichterstattung in vielen Medien ist zu einseitig und reduziert Weltanschauungen oftmals auf  fundamentalistische Untergruppierungen. Das wurmt mich, weil es unheimlich oberflächlich ist.

Genau diese Einseitigkeit lässt gerade an den Fundamentalismus erinnern (klingt seltsam, find ich aber gut). Es wirkt starr und hilft niemandem.
Das ist zwar nicht genau das, was ich niederschreiben wollte, reicht aber als Gedankenstütze.

Over and out. Chrrr

Verschlüsselung durch Sprache

Folgende These:

Sprachen sind genau dann übersetzbar, wenn sie untereinander verwandt sind.

Mit diesem Ausgangspunkt kann man sich nun überlegen, dass man zur Verschlüsselung eine Sprache als Schlüssel nehmen kann, oder viel eher: die Beziehung zwischen zwei Sprachen.

Es folgt also unmittelbar folgendes (zweimal der gleiche Wortstamm, Mist) Korollar:

Man kann Information nicht durch Sprache verschlüsseln.

Zugegeben, so unmittelbar ist das nicht. Mein Gedankengang war, dass eine Information immer in einer bestimmten Sprache vorliegt. Wollte ich also eine beliebige Information wie oben beschrieben verschlüsseln, benötige Ich eine Schlüsselsprache, die mit der Sprache der Information verwandt ist. Nach meiner These sind beide Sprachen untereinander übersetzbar und eben deswegen ist die Information nicht verschlüsselt, sondern allenfalls verschleiert.

Ich bin weiterhin der Meinung, dass es keinen Unterschied macht, ob ich eine natürliche oder künstliche Sprache verwende.

Zur erfolgreichen Verschlüsselung bräuchte ich also eine Sprache, die in keiner Relation zur Sprache meiner Information hat. Weshalb ich dann aber keine Übersetzung (bzw. Verschlüsselung) durchführen kann, ergo gilt auch diese Richtung meines Korollars.

Weiterhin wäre nun auch interessant zu erfahren ob es solche Sprachen gibt, die  gewissermaßen “unverwandt” sind. Zumindest  kann man als Mensch solch eine Sprache nicht entwerfen, denn sie wäre durch ihre Eigenschaft der nicht vorhandenen Relation zu menschlichen Sprachen bloßer Kauderwelsch. Man bräuchte also Intelligenzen, die nichts mit der Erde und all ihren Lebewesen zu tun haben und vollkommen anders konzipiert sind. Und hier wird es spooky :)

Ich weiß nicht, ob es Literatur dazu gibt, aber das wäre ziemlich spannend! Außerdem kann es natürlich sein, dass das hier kompletter Hirnmus ist :)
Nebenbei bemerkt hat mich ein Buch vor einigen Monaten auf solche Gedanken gebracht.

Ernsthaft?

ZDFkultur soll eingestellt werden. Wegen zu geringer Quote oder so ähnlich (Okay, das wurde dort eher nebensächlich erwähnt).
Aber ich verstehe nicht, wieso auf einmal das Geld fehlt. Außerdem hatte ZDFkultur immer die besten Sendeformate der drei Spartenkanäle vom ZDF. Es ist einfach nur schade. Glücklicherweise gibt es ja auch bereits Kritik zu dieser Entscheidung.

Apropos: Ich halte die Meldung, dass Roche & Böhmermann abgesetzt wird, immer noch für ein konsequent umgesetzten PR-Gag. Hoffen wir das Beste :)

Zeitbäume und wie man sie fällt

Man kennt Zeitstrahlen zum Beispiel aus der Schule, vornehmlich aus den hiesigen Geschichtslehrbüchern. Interessant dabei ist, das die Z. keine Strahlen im euklidischen Sinn sind. Ihre Orientierung verläuft genau umgekehrt. Man könnte also von einem »Antistrahl« sprechen. Folgendes Bild soll der Veranschaulichung dienen:

gewöhnlicher Strahl und Zeitstrahl (von oben nach unten)

gewöhnlicher Strahl und Zeitstrahl (von oben nach unten)

Der rote Punkt stellt den Fixpunkt des Strahles dar. Man erkennt also schnell, dass der Zeitstrahl zu seinem eigenen Ursprung zeigt (“Heute”).
Ich möchte nun aber richtig orientierte Zeitstrahlen betrachten, also solche, deren Ursprung auch im Jetzt liegt, die aber gen Zukunft orientiert sind.
Man kann sich das beispielsweise als Visualisierung von Tagesplänen vorstellen (»Jetzt esse ich etwas, danach gehe ich einkaufen und danach wiederum hänge ich die Wäsche auf«). Ich spreche also nicht von irgendeiner Zeithexerei oder anderen abstrusen Dingen. Wer will so etwas denn auch.

Wenn man nun sich solch einen Zeitstrahl anschaut, dann sieht er aus wie eine Perlenkette, auf der Ereignisse aufgefädelt sind. Soweit nichts aufregendes.
Aber es liegt in der Natur eines Ereignisses, dass es einen Ausgang hat. Und – man wird es schon erraten können – der Ausgang steht nicht unbedingt fest. Denn während “Einkaufen gehen” der Nachfolger von “Essen” ist, kann immer noch dazwischen ein Ereignis eintreten, welches möglicherweise alle anderen danach beeinflusst. Ereignisse sind also unendlich dicht angeordnet und weil sie nicht zwangsläufig voneinander unabhängig sind, kann man Konditionen einführen.

Das “Essen”-Ereignis kann beispielsweise  mehrere Ausgänge haben. Entweder bin ich danach satt, oder nicht, oder noch schlimmer: mir ist sogar schlecht.
Das sind zugegebenerweise keine revolutionären Entdeckungen. Viel mehr kennt man so etwas aus der imperativen Programmierung. Demnach haben (gerichtete) Graphen auch etwas damit zu tun.
Es ist also nur logisch, dass man dann die Zukunft (in der Weise, wie wir sie betrachten), nicht nur als Graph, sondern sogar als Baum darstellen kann.

Aber wie viele mögliche Nachfolger hat dann ein Ereignis? Ist der Baum binär?

Nun, das war die eigentliche Frage die mir in den Kopf kam. Und wieder ist die Antwort eigentlich ziemlich einfach. Sie folgt direkt aus gewöhnlichen Programmierkonstrukten, nämlich aus bedingten Anweisungen (if-then-else) und Fallunterscheidungen (switch oder case, je nach Programmiersprache).
Man lernt relativ früh, dass sich jede Fallunterscheidung als eine Folge verschachtelter Konditionalanweisungen darstellen lässt. Genau das gleiche Prinzip wenden wir nun also auf Ereignisse an. Wie bereits erwähnt, sind Ereignisse unendlich dicht (in der Mathematik sagt man nur dicht…). Also können wir zwischen zwei Ereignisse ein Weiteres setzen, welches einen möglichen Ausgang des letzten Ereignisses in unserer Reihe abfängt (ich gebe zu, das ist nun schlecht beschrieben, aber mir fehlt gerade die Motivation eine Skizze zu machen).

Analog geht das auch anders herum:

Ich kann mehrere Ereignisse zusammenfassen (wenn man sich einen Tagesplan schreibt, notiert man ja auch nicht ein ganzes Rezept, sondern nur dass man kochen will). Und weil unsere kleine Situation immer noch Teil eines Baumes ist, vervielfachen sich die Ausgänge des nun zusammengefassten Ereignisses kombinatorisch.

Je nachdem, wie ich es gerne hätte, ist der Zeitbaum also binär oder auch nicht. Praktisch :)

Wenn ich einmal Muße habe, mache ich das noch anschaulicher, versprochen!

Aph#004: ‘ne Menge Freunde

Die Menge der Freunde meiner Freunde, die auch meine Freunde sind, ist kleiner oder gleich der Menge meiner Freunde.

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Nun, eigentlich ist das eher ein Satz als ein Aphorismus, aber das soll hier nicht stören.Der für mich interessante Teil ist das mit dem kleiner oder gleich. Die beiden Mengen sind gleich, wenn jeder meiner Freunde mindestens einen Freund hat, der auch mit mir befreundet ist.

Ist dies nicht der Fall, gibt es also einen Freund, der nicht mit Freunden von mir befreundet ist. Dieser fällt dann aus der Menge raus, weil er das Kriterium, ein Freund meiner Freunde zu sein, [sic?] nicht erfüllt.

Man kann sich das sehr schön durch etwas Netzwerkkritzelei auf einem Zettel vor Augen führen.

Beaux-mots #2: Maktub

Ist vermutlich arabisch. Ich weiß es gerade nicht. Fakt ist, ich kenne Maktub aus Paolo Coelhos »Der Alchemist«. Nettes Buch, wenn man gerade nichts mit Konflikten zu tun haben will.
Es heißt wohl so viel wie : »So steht es geschrieben«. Jedenfalls laut dem Buch (wenn mich meine Erinnerung gerade nicht trügt :)).

Und weil wir gerade bei Büchern sind: »Die Mars-Chroniken« von Ray Bradbury sind übrigens sehr zu empfehlen. Ich liebe das Kapitel Usher II.

Maktub.

Beaux-mots #1: synonym

Eines meiner momentanen Lieblingswörter. Überzeugt vor allem, weil es ein Adjektiv ist – man beachte die Kleinschreibung. Wenn man sagt – oder schreibt -, dass man etwas synonym verwenden kann, statt als Synonym, dann ist das aus irgendeinem Grund viel eleganter, als als [sic!] Substantiv.

Boah, so oft »als«. Hätte man vermeiden können, ist so aber cooler.

Mein Internet ist (fast) leer.

Es war ja jetzt schon fast einen Monat ziemlich still hier. Grund ist, dass ich meinen verfügbaren Traffic nahezu vollständig aufgebraucht habe (also der Internetzugang ;)). ich lasse also grad ein paar der letzten Tropfen für diesen Monat durch WordPress’ Kehle rinnen. Ähem.

Zugegebenerweise war das Ganze auch meine Schuld. Zum Glück sind ja bald Semesterferien. Dann findet sich wieder Zeit und was man sonst noch zum Bloggen braucht.
Blöderweise habe ich hier immer noch einen halbfertigen Text rumliegen, der jetzt nicht einmal mehr halb so cool wirkt, wie als ich mir darüber Gedanken gemacht hatte. Mal schauen was daraus wird. Wäre ja schade.
Außerdem denke ich momentan über eine Umstrukturierung nach (also was ich hier schreibe, und ob ich das überhaupt hier mache, und nicht woanders). Und das schon nach so kurzer Internetexistenz.
Diese ganzen theoretischen Gedanken sind mir zwar wichtig, aber weder wissenschaftlich, noch irgendwie publizistisch besonders befriedigend. On va voir.

Übrigens, gerade eben gelesen und für interessant befunden: http://www.sprachlog.de/2013/01/26/le-mot-diese/ .

Belassen wir es dabei und freuen uns auf ein Wiedersehen, mein liebes Blog (das Blog, nebenbei bemerkt.)